Mit Herz und Hirn durch die Krise

Antonia Rados über Mut, Risiko und Gefahren - wie man damit am besten umgeht - und wie nicht.

Deutschland und die gesamte westliche Welt befinden sich in Krisenstimmung. Ob Ukraine-Krieg oder die daraus resultierende Energiekrise - Angst ist überall spürbar. Doch wie verhält man sich in extremen Situationen wie jetzt - angesichts mehrerer paralleler Krisen, bei denen niemand weiß, was morgen noch an Unvorhersehbarem geschieht? Unsicherheit und Ängste sind nicht wegzureden, aber man kann sie bewältigen.

Kaum eine Frau weiß das besser als die Krisenreporterin Antonia Rados. Über 40 Jahre war sie in den gefährlichsten Ländern der Welt unterwegs, von Somalia bis Afghanistan. Sie hat Kriege und Krisen überlebt, nicht nur weil sie Glück hatte, sondern auch, weil sie bewusst bestimmte Entscheidungen getroffen hat.

Wie man in Krisen mit sich und den anderen umgeht, was wichtig ist und was nicht, darüber spricht Antonia Rados in ihrem Vortrag. Sie schöpft aus ihrem reichen Erfahrungsschatz, erzählt von ihren Kontakten und Gesprächen mit Extremisten und Diktatoren und schildert die Irrationalität in Krisengebieten, von der viele Menschen erfasst sind. Das zu erkennen
und damit richtig umzugehen, gehört zum Krisenüberleben. Mut ist nach Auffassung von Antonia Rados nichts, was einem in die Wiege gelegt wird. Heldentum ist selten – einiges jedoch kann man sich erarbeiten. In Krisenzeiten wie heute sind die Erfahrungen einer Kriegsreporterin ein möglicher Leitfaden. Jede und jeder kann sich etwas davon abschauen.

 

Zur Person:
Seit 40 Jahren ist Antonia Rados als Krisen- und Kriegsreporterin unterwegs. Sie ist eine der profiliertesten deutschsprachigen Fernsehreporterinnen. In ihren beeindruckenden Reportagen berichtet sie von den Konfliktherden der Welt, aus Südamerika, Afrika, dem Nahen und Mittleren Osten und jetzt auch aus der Ukraine, mitten aus Kiew. Die gebürtige Klagenfurterin ist eine profunde Kennerin nicht nur der arabischen Welt. Als promovierte Politologin begann Antonia Rados ihre Karriere 1979 beim ORF. 1990 wechselte sie für drei Jahre zum WDR und heuerte dann bei RTL an. Antonia Rados’ Reportagen aus dem Kosovo, Afghanistan und dem Irak wurden mehrfach preisgekrönt. Sie erhielt u.a. den Deutschen Fernsehpreis, den Bayerischen Fernsehpreis, den Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis und die Heinrich-Heine-Auszeichnung. Ihre Somalia-Reportage wurde für den Emmy Award nominiert, den angesehensten TV-Preis in den USA. 2011 wurde Antonia Rados mit der Rainer-Hildebrandt-Medaille für ihren Einsatz für die Menschenrechte ausgezeichnet. Hans-Dietrich Genscher sagte damals in seiner Laudatio: „Berichte von Rados sind ein Zeugnis von Mut und Gerechtigkeitssinn“.

 

Termin: Montag, 21. November 2022 um 19:00 Uhr

Einlass Stadthalle: ab 18:00 Uhr

Eintrittspreis für Mitglieder: 9 Euro*, exklusiv für Mitglieder der Raiffeisenbank Main-Spessart eG

Eintrittspreis für Nicht-Mitglieder: 29 Euro*

*Getränke und Snacks inklusive

Für die Ticketbuchung gilt: Die Anmeldung ist verbindlich. Eine Rückerstattung des Teilnehmerbeitrags kann leider nicht erfolgen. Freie Platzwahl. Alle Anmeldungen werden in der Reihe des Eingangs berücksichtigt. Dies gilt selbstverständlich nicht für eine veränderte Lage aufgrund der Corona-Pandemie. Bei der Veranstaltung gelten die dann gültigen behördlichen Corona-Regeln. Bitte informieren Sie sich vor der Veranstaltung hier.